Mittwoch, 17. Oktober 2012

Rezension ~ The Woman in Black von Susan Hill

Hallo Leute,
endlich kann ich mit meiner LET'S READ IT IN ENGLISH... ONCE MORE! CHALLENGE von BOOKS&SENSES weiter machen, nachdem die letzten Bücher, die ich gelesen habe, alle auf Deutsch waren. Tatsächlich steigt mein Stand somit nun auf 7/10, das bedeutet, ich muss nur noch drei Bücher auf Englisch lesen, dann habe ich die Challenge absolviert (grundsätzlich habe ich dieses Jahr schon über zehn Bücher auf Englisch gelesen, aber fünf davon bevor ich diese Challenge angetreten habe...).

Inhalt                                                                             

Arthur Kipps feiert mit seiner Frau und seinen Stiefkindern Weihnachten. Als alle behaglich ums Kaminfeuer sitzen, wollen sie eine Gruselgeschichte hören. Aber Arthur gefällt es gar nicht und blockt ab. Denn schließlich musste er einmal eine Schauergeschichte am eigenen Leib erfahren und hat dies, viele viele Jahre später, immer noch nicht verarbeitet. Doch irgendwann müssen seine Stiefkinder die Wahrheit erfahren, erfahren, warum er nur ihr Stiefvater ist was er damals alles schreckliches durchleben musste, als er mit 23 Jahren, als junger Mann, sich als Anwalt um das Erbe einer verstorbenen alten Frau kümmern musste, die alleine in einem sehr großen Anwesen lebte, das den Ortsansässigen nicht geheuer ist.

Meine Meinung                               

Dieses Buch war leider etwas schwach. Gekauft habe ich es mir vor einigen Monaten, da das Buch ja mit Daniel Radcliffe in der Hauptrolle verfilmt wurde und Anfang des Jahres in die Kinos kam. Den Film habe ich zwar nicht gesehen (obwohl ich wirklich Lust dazu hatte), aber ich wusste ja, dass es sich hierbei um eine Gruselgeschichte handelt und da ich Gruselgeschichten gerne lese, musste das Buch einfach bei einer Amazonbestellung mit.

Leider war dieses Buch einfach in keinster Weise gruselig, oder gar spannend. Es war wirklich langweilig und hat sich gezogen wie Kaugummi (verstanden? :D). Bei gerade mal 160 Seiten sollte man glauben, dass man relativ schnell mit dem Buch durch ist. Nun ja, ich habe ungefähr vier Tage gebraucht, oder fünf, einfach, weil es sehr schleppend zu lesen war.

Es beginnt damit, dass Arthur Kipps als alter Mann mit seiner (zweiten) Familie Weihnachten feiert. Ich schätze mal, er lebt im Edwardianischem England. Es wird berichtet, wie er seine neue Frau kennen lernte, die selber schon einige Kinder aus ihrer ersten Ehe hatte und dass er sehr glücklich mit ihr wurde und sich ein schönes Haus gekauft hat. Die Stimmung am Weihnachtsabend kippt jedoch, als seine (nunmehr erwachsenen Stiefkinder) eine Gruselgeschichte hören wollen. Nachdem Arthur sich weigert eine zu erzählen und einen kleinen Nervenzusammenbruch erleidet, entschließt er sich, dass er nun endlich die Wahrheit erzählen muss.

Und dann fängt die Geschichte an. Aber gleichzeitig fängt sie irgendwie gar nicht an, denn Arthur holt bei seiner Erzählung sehr weit aus und fängt damit an, als er erfährt, dass er sich um das Erbe und das Testament der Verstorbenen kümmern muss. Zudem wird die gesamte Kutsch- und Zugfahrt beschrieben, ebenso wie seine erste Nacht in einer kleinen Pension und das ganze Essen, was er da bekommt. So ist dann tatsächlich über die Hälfte des Buches rum und es noch nicht wirklich etwas passiert. Das einzige, was ansatzweise "gruselig" ist, ist die Tatsache, dass Arthur bei der Beerdigung der Verstorbenen eine kränklich wirkende Frau auffällt. Sein Begleiter scheint sie nicht zu sehen aber nachdem Arthur ihn auf die Frau anspricht, ist er zu Tode erschreckt und will den Friedhof so schnell wie möglich vergessen. Nebenbei fällt Arthur auf, dass die Kinder, denen er im Ort begegnet, sich teilweise sehr merkwürdig verhalten. Aber dennoch wird es danach nicht spannender. Man erfährt eine Menge über die Positionen einiger Dorfbewohner und über den großen Markttag, der am gleichen Tag der Beerdigung stattfindet, aber das war es am Anfang. Oder während der ersten 70 Seiten.

Etwas, das aber schon relativ früh in der Geschichte auffällt ist die Tatsache, dass die Dorfbewohner alle sehr erleichtert über den Tod der alten Frau zu sein scheinen, keiner nimmt an der Beerdigung teil, nur Arthur, sein Begleiter und die seltsame kranke Frau. Angeblich soll nach jedem Erscheinen der kranken, schwarz gekleideten Frau ein Kind sterben. Nach und nach erfährt Arthur anhand von einigen Recherchen, dass es sich bei dieser Frau wohl um die Schwester von der Verstorbenen handelt und er deckt nebenbei ein trauriges und erschreckendes Familiendrama auf, das ihn Jahre später, nachdem er den Ort schon längst verlassen und geheiratet und ein Kind bekommen hat, wieder einholen soll. Aber wirklich gruselig ist auch da nichts. Klar, das Familiendrama ist sicherlich wirklich erschütternd und das Ende des Buches sowieso, aber dennoch hatte ich mir etwas mehr Gänsehaut beim Lesen gewünscht.

Erschwerend kam hinzu, dass das Englisch sehr schwer war, selbst für meine Verhältnisse (und ich lese viel und oft auf Englisch). Obwohl das Buch aus den 1980er Jahren ist, ist der Schreibstil doch ganz der Zeit angepasst in der die Handlung stattfindet. Daher ist die Sprache sehr gedehnt und sorgte nebenbei noch dafür, dass ich länger für die 160 Seiten brauchte - neben der doch recht langweiligen Story bzw. dem sehr langwierigen Einstieg.

Fazit                                     

Abschließend kann ich nur sagen, dass mich das Buch doch einigermaßen enttäuscht hat, da ich eine spannende Gruselgeschichte erwartete, bei denen mir ein Schauer nach dem anderen über den Rücken läuft. Leider fand ich die Geschichte ein wenig langweilig und der Schreibstil, auch wenn er perfekt zur Geschichte passte, erschwerte mir das Lesen ungemein. Was mir dann doch recht gut gefallen hat war dann der Teil, in dem Arthur mehr über die Vergangenheit der Frau in Schwarz erfährt, das war wirklich interessant. Dennoch war es in meinen Augen einfach zu wenig, um mich zu begeistern. Daher vergebe ich schließlich nur


Sonstige Infos
Autor: Susan Hill
Titel: The Woman in Black
Reihe: /
Verlag: Vintage Books, Taschenbuch
Seiten: 160
Preis: 9,70€


Kommentare:

  1. Hätte ich nicht gedacht. Ich hab das Buch nämlich nicht gelesen, sondern nur den Film gesehen und der war schon ziemlich gruselig. Allerdings scheint er auch nur sehr locker auf dem Roman zu basieren. Beim Lesen deiner Rezension habe ich schon ganz viele Unterschiede entdeckt. Das Buch werd ich mir dann wohl sparen, aber den Film kann ich dafür empfehlen. ;-)

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    1. Ich habe auch schon gehört, dass Buch und Film sich wirklich nur grob ähneln. Ich werde den Film bei Gelegenheit auf jeden Fall mal schauen :)
      Liebe Grüße, KQ

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