Donnerstag, 3. Januar 2013

Rezension ~ Young Sherlock Holmes - Der Tod liegt in der Luft von Andrew Lane

Hallo Leute,
heute gibt es endlich auch mal die Rezension zu Young Sherlock Holmes 01 von Andrew Lane, das ich auch schon ein paar Tage beendet habe. Das Buch hatte ich mir für knapp 2€ bei reBuy bestellt und der Zustand war wirklich gut.

Inhalt                                                                             

Der 14-jährige Sherlock Holmes ist ein Eigenbrödler und hat auf dem Jungeninternat, das er besucht, nicht wirklich Freunde. Als die Sommerferien beginnen, freut er sich auf nichts mehr als sein Zuhause. Doch als ihn sein älterer Bruder Mycroft abholt, erfährt er, dass Sherlock nicht nach Hause darf, sondern den Bruder seines Vaters besuchen muss, den er selber gar nicht kennt. Und der wohnt auch noch ausgerechnet in Farnham, was ein kleines Provinznest ist. Sherlock ist alles andere als begeistert, vor allem weil der Grund dafür ist, dass sein Vater mit der Armee nach Indien versetzt wird, weil er dort die Unruhen beenden soll.
In Farnham langweilt sich Sherlock schnell und muss sich besonders vor der Haushälterin von Holmes Manor, Mrs Eglantine, in Acht nehmen, die ihm das Leben besonders schwer machen will. Und als sich noch einige mysteriöse Todesfälle zutragen, die ganz an die Beulenpest erinnern, gerät Sherlock schneller als er denkt in ein gefährliches Abenteuer, das auch für ihn bald lebensgefährlich wird.

Meine Meinung                                                                         

Dieses Buch ist mir in einem Bücherregalvideo von BOOKS&SENSES aufgefallen und weil mir das Cover so gut gefiel, erkundigte ich mich ein wenig über den Inhalt. Als ich es bei reBuy dann so günstig gesehen habe, musste es einfach mit.

Inhaltlich befasst sich das Buch mit dem Leben von Sherlock Holmes vor den ersten Fällen, die Sir Arthur Conan Doyle geschrieben hat. Andrew Lane schreibt in seinem Nachwort, dass sich Doyle immer sehr bedeckt gehalten hat, was die Kindheit und die Familie seines großen Romanhelden betrifft. Anhand von den wenigen Informationen und mit Erlaubnis der beiden Nachlassgemeinschaften Doyles begann Lane also, eine Jugendbuchreihe über den bekanntesten Detektiv aller Zeiten zu schreiben.

Ich muss zugeben, dass ich bisher erst einen Sherlock Holmes Roman gelesen habe und das war in der sechsten Klasse im Englischunterricht, ist also schon etwas her. Daher kann ich leider nicht sagen, ob der junge Sherlock dem späteren älteren, originalen Sherlock in seiner Art und Weise ähnelt oder nicht. Dennoch kann ich sagen, dass mir der Jugendliche Sherlock Holmes gut gefallen hat, denn man nahm ihm seine Eigenartigkeiten und auch seine erstaunliche Intelligenz ab. Schon recht zu Beginn wird deutlich, dass er so etwas wie ein "Fotografisches Gedächtnis" besitzt und auf die kleinsten Kleinigkeiten achtet und sie logisch verknüpfen kann. So stellt er zum Beispiel fest, dass sein Bruder Mycroft mit der Kutsche des Vaters ankam, weil seine Hosen den Abdruck der Sitze vorweisen.

Anfangs passiert noch nicht sonderlich viel, denn Sherlock muss erstmal in Farnham ankommen und feststellen, dass die Gegend sehr langweilig ist und sein Onkel Sherrinford und seine Tante Anna sehr eigenwillig und distanziert sind. Vor allem Mrs Eglantine macht Sherlock das Leben schwer und die Warnung von Mycroft, Mrs Eglantine ist keine Freundin der Familie Holmes, begleitet den Jungen durch das gesamte Buch.

Wirklich aufregend wird es erst, als Sherlock den Straßenjungen Matty und seinen aus den USA stammenden Lehrer Amyus Crowe kennen lernt. Denn schon kurz danach findet Sherlock eine von Beulen übersäte Leiche. Auch Matty war schon Zeuge eines solchen Opfers und schnell verbreitet sich das Gerücht, die Beulenpest wäre in Farnham ausgebrochen.

Amyus Crowe unterrichtet seinen Schüler nicht in den üblichen Fächern wie Mathematik und dergleichen, sondern in Logik und Natur. Diese Szenen fand ich immer interessant, weil ich teilweise auch etwas lernen konnte. Ein Logikrätsel habe ich jedoch bis jetzt nicht verstanden, obwohl ich mir die Auflösung bestimmt fünf Mal durchgelesen habe. Aber ich war noch nie besonders stark im logischen Denken. Auch Sherlock gerät das ein oder andere Mal an seine Grenzen und muss erkennen, dass er die Dinge anders betrachten muss, als er bisher getan hat.

Aufgrund der schrecklichen Langeweile, die in Holmes Manor herrscht und wegen der Neugierde, welche die mysteriösen Todesfälle bei Sherlock und Matty auslösen, verstricken sich die beiden schnell in etwas, dem sie nicht gewachsen zu sein scheinen. Tatsächlich schliddert Sherlock von einer gefährlichen Situation in die nächste und kann meist nur knapp durch die Hilfe von Matty fliehen. Diese Szenen waren einerseits besonders spannend und haben dazu beigetragen, dass das Buch nicht langweilig wurde, andererseits musste ich mehrmals den Kopf schütteln, wie naiv Sherlock teilweise doch war und ziemlich blauäugig und sehenden Auges in die gefährlichen Situationen geriet. Natürlich waren diese Szenen für die Spannung wichtig, aber vielleicht bin ich einfach nicht Risiko bereit genug oder vielleicht bin ich zu vernünftig, dass ich solche Geschehnisse einfach so hinnehmen kann. Dennoch hat es mein Lesevergnügen nicht allzu sehr gestört.

Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und vielleicht sind sie teilweise ein wenig unlogisch, vor allem in Anbetracht der Lage, dass Sherlock gerade mal vierzehn Jahre alt sein soll, aber dennoch flogen die letzten Seiten nur so dahin und fesselten mich als Leser nochmals besonders.

Der Schreibstil des Autors hat mir während des gesamten Buches gut gefallen und man hat als Leser gemerkt, dass sich Andrew Lane gut über die Zeit, in der die Geschichte spielt, erkundigt hat. Insgesamt wirkte alles sehr authentisch und auch die Charaktere mit geringerer Bildung, wie zum Beispiel Matty, haben in einem typischen Dialekt gesprochen.

Fazit                                                                                             

Bis auf wenige Schwächen, die mich vermutlich mehr gestört haben als andere Leser, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Handlung war spannend und der Fall an sich sehr interessant und gut durchdacht. Die Charaktere waren authentisch und ich möchte gerne wissen, was den jungen Sherlock Holmes noch alles so erwarten wird, denn das Ende war dann doch nicht ganz abgeschlossen. Ich vergebe also


Sonstige Infos
Autor: Andrew Lane
Titel: Young Sherlock Holmes - Der Tod liegt in der Luft
OT: Death Cloud
Reihe: 01 von bisher 05
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag, Taschenbuch
Seiten: 390
Preis: 8,99€

Kommentare:

  1. Wiedermal eine epische Rezi ;D Ich fand das Buch auch ganz gut, obwohl mir Sherlock am Anfang des Buches eher wie 10 und am Ende eher wie 16 vorkam^^

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    1. Hallo Anna,
      haha danke :D Freut mich, dass du meine Rezensionen episch findest :D Ja, das Gefühl mit Sherlock hatte ich auch. Wie ich ja geschrieben habe, hat er oft eine kindliche Naivität an den Tag gelegt...
      Liebe Grüße, KQ

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  2. Hallöchen, ich hab dir einen Award verliehen :)
    http://johannisbeerchens-buecher.blogspot.de/2013/01/kinderschuh-award.html

    Das Buch möchte ich auch noch lesen :D
    Liebe Grüße, Sandrina

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    1. Hallo Sandrina,
      vielen lieben Dank, da freue ich mich aber :)
      Das Buch kann ich jedenfalls weiterempfehlen.
      Liebe Grüße, KQ

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