Montag, 23. Februar 2015

Hörbuch-Rezension ~ Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin

Hallo Leute.
dass ich wieder ewig nichts gepostet habe, tut mir leid. Seit Anfang des Jahres bin ich gesundheitlich sehr angeschlagen und es verging keine Woche, in der ich nicht mindestens zwei Mal beim Arzt war. Und dennoch wissen weder die Ärzte noch ich, was mir fehlt. Wir vermuten, dass es Stress ist. Wie dem auch sei, ich brauche wohl einfach mal eine Pause. Ich musste noch viel für die Uni machen und muss immer noch viel tun, aber dennoch dachte ich, dass ich mal die Zeit nutze und einen längst überfälligen Post tippe. Zwar habe ich wieder länger nicht mehr gelesen, aber ich habe die Hörbücher zu Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin zu Ende gehört, zumindest bis zum aktuellen Stand, denn der gute Herr Martin lässt sich ja nett viel Zeit, um die Reihe endlich mal zu einem Abschluss zu bringen. Jetzt wollte ich jedenfalls ein Fazit tippen und meinen Eindruck schildern, den die Reihe, aber auch das Hörbuch an sich, bei mir hinterlassen hat.

QUELLE

Inhalt

Die letzten Tage des Sommers sind gekommen. Eddard Stark, Herrscher im Norden des Reiches, weiß, dass der nächste Winter Jahrzehnte dauern wird. Als der engste Vertraute des Königs stirbt, folgt Eddard dem Ruf an den Königshof und wird dessen Nachfolger. Doch um den Schattenthron des schwachen Königs scharen sich Intriganten und feige Meuchler. Eddard sieht sich von mächtigen Feinden umzingelt, während seine vielköpfige Familie in alle Winde verstreut wird. Die Zukunft des Reiches steht auf dem Spiel... QUELLE

Meine Meinung

Die Hörbücher von Audible zu der Reihe Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin sind in zwanzig Bände unterteilt. Sprich: Jeder gedruckte deutsche Band umfasst zwei Hörbücher, während zwei gedruckte deutsche Bücher ein Originalbuch in englischer Sprache umfassen. Ich habe alle zwanzig Hörbücher nun gehört und denke, dass es an der Zeit ist, eine Meinung zu der Reihe an sich, aber auch zur Hörbuchfassung zu schreiben. 

Inhaltlich werde ich sicherlich nicht viel berichten. Die meisten von euch werden entweder die Bücher gelesen oder zumindest die Serie gesehen haben. Und auch die Leser, die kein Interesse an der Reihe haben, werden vermutlich wissen, worum es hierbei geht. Game of Thrones, der Titel der Serie, fasst den Inhalt der Reihe eigentlich besser zusammen als A Song of Ice and Fire. Denn es geht in erster Linie darum, wer den Thron der Sieben Königslande (Westeros) besteigen wird. Viele erheben Anspruch, die wenigsten haben ein Recht auf ihn und doch kämpfen alle darum, ihn zu besitzen. Figuren erheben sich, sterben, verschwinden, alles mögliche passiert. Dabei wird die Sicht von einigen Charakteren häufiger wiedergegeben als die von anderen. Wichtige Figuren sind beispielsweise Jon Snow, Bastardsohn von Eddard Stark, der nie als richtiger Sohn seines Vaters anerkannt wurde und seine Ehre und Bestimmung im Dienst an der Mauer sucht, die das Land vor dem eisigen Norden schützt. Oder Tyrion Lannister, der jüngste Sohn eines der einflussreichsten und wohlhabendsten Häuser in Westeros, der jedoch aufgrund seiner Kleinwüchsigkeit verspottet und geringschätzig behandelt wird - auch von seinem eigenen Vater. Oder Daenerys Targaryen, ein junges Mädchen, das die Tochter des letzten Targaryen-Königs ist, der noch vor ihrer Geburt von Robert Baratheon, Eddard Starks bestem Freund, gestürzt wurde, und Daenerys setzt alles daran, ihr Geburtsrecht zurückzufordern. Es gibt so viele Personen, Handlungsstränge, Orte und Wendungen, dass ich gar nicht auf alles eingehen kann und möchte. Freunde werden zu Verrätern, Feinde zu Verbündeten, in den Büchern geht es jedenfalls drunter und drüber und sie sind wirklich gut geschrieben, sonst hätte ich nicht zwanzig Hörbücher lang die Geschichte verfolgt. Man wird süchtig und möchte um jeden Preis wissen, wie es weiter geht. 

Die verschiedenen Sichtweisen haben mir sehr gut gefallen, wobei ich natürlich meine Lieblingspersonen habe, aus dessen Sicht ich die Geschichte besonders gerne verfolge. Jon Snow und seine Schwester Arya Stark mag ich beispielsweise sehr gerne. Jon, weil er immer der unakzeptierte Außenseiter war, in dem aber mehr steckt, als es erst den Anschein hat (ich bin Fan von einer gewissen Theorie, was seine Mutter betrifft) und Arya, weil sie als junges Mädchen unheimlich tough ist und alles mögliche wegsteckt und trotzdem es schafft, sich immer wieder aufzuraffen. Sansa Stark, die ältere Schwester von Arya und jüngere Halbschwester von Jon, mag ich auch, wobei ich sie gerne mal zwischendurch heftig geschüttelt hätte, da sie so unglaublich naiv und blauäugig die meiste Zeit ist. Tyrion Lannister und seinen älteren Bruder Jaime mag ich auch sehr, da Tyrion ein ungewöhnlicher Protagonist ist und man mit Jaime die Sicht der "Feinde" hat und merkt, dass sie auch einfach nur Menschen sind, die ihre eigenen Probleme haben. Die Kapitel aus Theon Greyjoys Sicht finde ich auch immer sehr gelungen, da er zwar Schreckliches getan hat, man aber dennoch Mitleid mit ihm die ganze Zeit empfindet. 

Leider gibt es auch einige Sichtweisen, die ich etwas anstrengend finde. So mag ich Daenerys als Figur an sich sehr gerne, aber besonders in den letzten Bänden finde ich ihre Kapitel immer sehr mühselig und anstrengend. Ebenso wie Kapitel aus der Sicht von Samwell Tarly, ein Freund von Jon, der ebenfalls zu Nachtwache gehört und echt ein lieber Kerl ist, aber es ist unheimlich anstrengend, seinen furchtsamen Gedanken zu folgen. Zudem kommen noch verschiedene Kapitel aus recht unbedeutenden Sichtweisen hinzu, wie die aus der Perspektive von Melisandre, Victarion Greyjoy, Quentin Martell und so weiter und so fort. So komme ich nämlich zu meiner Kritik: Die Masse der Figuren. Gefühlt kommen alle drei Minuten fünf neue Charaktere hinzu, deren Namen und Position man sich merken muss. Irgendwann raucht einem der Schädel und man weiß manchmal einfach gar nicht mehr, wer wer ist. Dazu kommt, dass man ab Band sechzehn/siebzehn der Hörbuchfassung merkt, dass der Autor extrem streckt. Bisher fand ich die Handlung, wenn auch lang und extrem komplex, sehr kohärent und in sich schlüssig, aber irgendwann hat Martin den Faden verloren. Die wichtigen (!) Figuren treten auf der Stelle, anstatt in der Handlung einen Schritt nach vorne zu machen, machen sie drei Schritte zurück. Das eigentliche Ziel verlieren sie völlig aus den Augen und sie tappen im Dunkeln. Sei es Jon, der seit drei Hörbuchbänden versucht, die schwarzen Brüder zu überzeugen, dass man mit den Wildlingen gemeinsame Sache machen sollte, oder Daenerys, die ja eigentlich unbedingt nach Westeros will, aber seit vier Bänden in Meereen veststeckt und einfach nicht in die Pötte kommt. Dazu kommen noch die Sichtweisen von recht unwichtigen Figuren, die ich bereits erwähnt habe, die die Handlung an sich nicht wirklich weiterbringen, sondern nochmal x verschiedene Handlungsstränge hinzufügen und die Story an sich immer weiter in die Länge ziehen. Nicht nur, dass es Stress um den Thron der Sieben Königslande gibt, nein, auch die Greyjoys liegen untereinander im Clinch, wer bei ihnen den Thron besteigen darf. Und Daenerys kloppt sich mit Sklavenhändlern über die Regierung einer Stadt, die dem Untergang geweiht ist. Und Arianne Martell plant ihren eigenen Coup, der bisher aber nicht wirklich die Story vorangebracht hat, nur hat man einen neuen Handlungsstrang hinzu gefügt. 

Sicher, an sich gehört doch alles irgendwie zum "Großen Ganzen", aber ich werde das untrügliche Gefühl nicht los, dass Martin versucht, Seiten zu schinden. Wenn beispielsweise ein Kapitel aus der Sicht von Samwell erzählt wird und im nächsten Kapitel fast das gleiche Kapitel nochmal aus der Sicht von Jon, dann fragt man sich wirklich, was das soll. Dieses Jahr sollte ja eigentlich der sechste Band in den USA erscheinen, doch George R. R. Martin hat das nach hinten verschoben. Wann wird er endlich weiter machen? Er arbeitet nebenbei an der Serie, dann schreibt er noch andere Bücher, aber für das Hauptprojekt hat er keine Zeit. 

Im Vergleich zur Serie merkt man doch einige große Unterschiede. Nicht nur, was die Handlung betrifft, sondern auch die Darstellung der Figuren. Ist Cersei Lannister in der Serie zwar eine fiese, intrigante Schnepfe, so wird doch versucht, sie menschlich erscheinen zu lassen, wenn sie von ihrer Fehlgeburt spricht und dergleichen. Irgendwie ist sie dann doch nur halb so gemein, wie man immer dachte. Im Buch ist sie einfach nur eine fiese, intrigante Schlampe und nichts weiteres. Klar, auch sie hat schlimme Dinge durchleben müssen, aber wer musste das nicht? Mitleid mit ihr? Keine Spur. Auch die Story um Gendry ist im Buch ganz anders als in der Serie und auch die Rote Hochzeit, die ja unheimlich berühmt ist, hat sich nicht ganz so abgespielt wie im Buch. Allein schon die Tatsache, dass Robb Starks Ehefrau in der Serie eine ganz andere ist, ist schon deutlich genug. Vieles gefällt mir in den Büchern besser, da die Dinge dort besser erklärt werden, aber an der Serie gefällt mir, dass sie sich auf den wesentlichen Handlungsstrang beschränkt und den roten Faden nicht verliert. 

Komme ich nun zum Hörbuch an sich. Gelesen wurden alle Teile bisher von Reinhard Kuhnert, der seinen Job wirklich sehr sehr gut macht. Von der ersten Minute an war ich von seiner Sprechweise und seiner Art, den Charakteren Leben einzuhauchen, begeistert und gefesselt. Er schafft es, dass man die Figuren voneinander unterscheiden kann und dass man nach einiger Zeit selbst bei den weiblichen Personen nicht mehr merkt, dass ein Mann das Buch liest. Das ganze hat schon Hörspielcharakter und gefällt mir außerordentlich gut. Ich mag es auch, dass die Reihe an sich nicht so eingedeutscht wurde, wie in der alten deutschen Übersetzung. Jon Snow heißt hier nicht Jon Schnee, Theon Greyjoy nicht Theon Graufreud und Kingslandig ist nicht Königsmund. Nur ab und zu wurde ein Name eingedeutscht, aber das war meistens durchaus zu verkraften und manchmal auch nachvollziehbar. Jedenfalls war ich sechzehn Bände lang sehr zufrieden mit der Fassung, doch dann ging sie leider ein bisschen bergab. Es fing damit an, dass einige Namen plötzlich eingedeutscht wurden. Aus Ben Plumm wurde Ben Pflum, aus Oathkeeper wurde Eidbewahrer oder aus Daenerys Stormborn wurde Daenerys Sturmtochter. Da fragt man sich, wieso man plötzlich die Namen ändert und warum der Sprecher das mitmacht. Sechzehn Bände lang macht er das so und dann auf einmal ganz anders. Da hätte ich mir vom Sprecher und von Audible mehr Eigeninitiative gewünscht. Auch ist es merkwürdig, dass der Sprecher ab dem siebzehnten Band manche Namen anders ausspricht. So war Mance Rayder bis dahin immer Rayder wie Raider (Twix^^). Auf einmal wird er Reider ausgesprochen. Und besonders verwirrt war ich, als der Sprecher anfing, Robert englisch auszusprechen. Von Anfang an hat Reinhard Kuhnert Robert Baratheon deutsch ausgesprochen. Als in Band siebzehn plötzlich von einem Robert (englische Aussprache) die Rede war, musste ich bestimmt zehn Minuten überlegen, welcher Robert gemeint warm, bis ich kapiert habe, dass es Robert Baratheon war. Solche Änderungen finde ich schade und unnötig und sie trüben das Hörvergnügen doch etwas, was einfach nicht sein müsste.

Fazit

Insgesamt hat mich die Reihe überzeugt und auch die Hörbuchfassung halte ich für sehr gelungen. Beides, Inhalt und Fassung, gehen jedoch ab dem siebzehnten Band leider bergab und lassen etwas nach. Die Story lässt leider langsam aber sicher keinen roten Faden mehr erkennen. Dennoch möchte ich unbedingt wissen, wie es weiter geht, vor allem, was auch manchen Figuren wird, die ich lieb gewonnen habe. Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben :)

Eine Bewertung spare ich mir. Die ersten Bände würde ich mit 5 Sternen bewerten, die letzten vier Bände mit etwa 3 Sternen und dazwischen die mit 4 Sternen.

Kommentare:

  1. Mir fehlen noch 2 der Hörbücher, aber ich kann so ziemlich alles bestätigen, was du schreibst. Manche Charaktere/Perspetkiven langweilen mich einfach zu Tode. Manchmal weiß ich nicht mal genau, wer das eigentlich ist oder wo wir uns gerade befinden xD Zum Glück wird das ja auch immer wieder rausgerissen mit so tollen Perspektiven wie Sansa oder Cercei (die finde ich besonders spannend, weil sie einfach so intrigant ist).
    Diese Änderungen im Hörbuch sind mir noch gar nicht aufgefallen. Bei mir liegt aber auch immer einiges an Zeit dazwischen. Auf jeden Fall seltsam, dass sie das plötzlich geändert haben. Ich kann mir vorstellen, dass es am Erscheinen der Serie liegt? Vielleicht haben sie damit (oder mit der deutschen Synchronisierung) ein paar Namen abgeglichen und sich jetzt für eine neue Aussprache entschieden.
    Dass GRRM nicht weiterschreibt, finde ich auch ein bisschen schade. Habe so das Gefühl, dass ihm die Serie inzwischen mehr Spaß macht ;) Muss aber auch unheimlich anstrengend sein so eine komplexe Geschichte niederzuschreiben. Vielleicht sind die letzten Bücher deshalb auch so zäh. Ich meine, vielleicht war die Zeit fürs Veröffentlichen eigentlich einfach noch nicht reif. Ich glaube bei so gigantischen Welten und Handlungssträngen ist es echt nicht einfach vorauszuplanen, v.a. wenn man in bereits erschienenen Bänden nichts mehr ändern kann, was man plötzlich fürs Ende anders gebrauchen könnte.

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    1. Hallo Miss Bookiverse,
      ah, noch jemand, der die Hörbücher hört :) Und zum Glück noch jemand, der meine Kritik nachvollziehen kann. Mich stören besonders die Sichtweisen von Victarion Greyjoy und Quentin Martell. Besonders die von Quentin, da sie in meinen Augen absolut unnötig ist, was im letzten Teil auch deutlich wird.
      Cerseis Sicht mag ich auch gerne, aber ich hasse diese Frau einfach! xD Sie stellt sich immer als Opfer dar, dabei ist sie ja eigentlich die größte Intrigantin und Strippenzieherin hier. Vor allem hat sie mich aufgeregt, als sie meinte, dass sie Caitlyn gar nicht verstehen kann, wie sie einen Bastard ihres Mannes unter ihrem Dach dulden konnte, denn als Robert überlegt hatte, einen seiner Bastarde an den Red Keep zu bringen, hatte Cersei damit gedroht, den Bastard dann umzubringen. Und selber??? Boah da wäre ich ja beinahe ausgetickt.
      Ich weiß nicht, ob es am Erscheinen der Serie liegt, dass sie die Namen im Hörbuch geändert haben. Ich schaue die Serie im Original, da ich mir nämlich solche Sachen wie Jon Schnee oder so nicht antun möchte. Daher war ich ja anfangs so froh darüber, dass die Hörbücher zum Großteil die Originalnamen benutzt, dementsprechend bin ich enttäuscht, dass sie es dann geändert haben. Auch die Bastardnamen wurden eingedeutscht. Waters wurde zu Wasser, Storm zu Sturm und Hill zu Hügel. Furchtbar ist das, wenn Tyrion unter seinem Decknamen immer Hugor Hügel genannt wird....
      Natürlich ist es anstrengend, eine so komplexe Story zu schreiben und dann auch am Ball zu bleiben. Keine Frage, aber für die Komplexität ist er selber verantwortlich und durch das Hinzufügen von irrelevanten Sichtweisen hat er das nur verschlimmert. Die Figuren haben ihre Bestimmung verloren und tappen auf der Stelle, anstatt sie mal in die richtige Richtung zu lenken. Daenerys gesamten Aufenthalt in Meereen finde ich so langweilig und unnötig.
      Liebe Grüße, KQ

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    2. Ja, genau die nerven mich auch. Ich brauche auch immer ewig, um mich da zu orientieren, weil ich nicht mehr weiß, wer die noch mal waren. Doof finde ich auch Davos. Der ist inzwischen zwar eine relativ wichtige/bekannte Figur, aber ganze Kapitel aus seiner Sicht brauch ich echt nicht :/

      Genau deshalb mag ich Cercei so. Wird nie langweilig mit ihr und ich kann mich so herrlich über sie aufregen (gut finde ich auch, wenn man manchmal erfährt, was sie zu ihren Taten bewegt hat oder etwas aus ihrer Vergangenheit herausfindet, da wird sie manchmal fast menschlich), v.a. jetzt wo gewisse andere hassenswerte Figuren nicht mehr im Spiel sind :P

      Wenn ich mich recht erinnere, hab ich in die deutsche Synchronisation der Serie mal reingeschaut und da wird wirklich alles bis zum Erbrechen übersetzt, so gar ein "Brän" ist plötzlich ein "Braaaan".

      Ja, da hast du schon irgendwie Recht. Der alte Herr könnte sich jetzt mal am Riemen reißen und Ordnung nach Westeros bringen (nach noch mehr Chaos versteht sich ;).
      In Sachen Daenerys sprichst du mir aus dem Herzen. Ich finde sie eigentlich so cool, aber trotzdem langweilen mich der Großteil ihrer Kapitel :/

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  2. Ich kann deinen inhaltlichen Eindruck total bestätigten. Mir haben Band 1-6 total gut gefallen, danach fand ich es einfach nur noch langweilig. Zum einen, weil in Band 7+8 nur unwichtige Personen vorkamen, bzw. auch keine Sympathieträger vorhanden waren. Band 9+10 fand ich handlungstechnisch nur bedingt spannender, aber wie du schon sagst: Die Charaktere treten auf der Stelle.
    Insgeheim glaube ich, dass die Komplexität George R. R. Martin über den Kopf gewachsen ist und die Buchreihe mit der Serie abschließen wird, einfach auch deswegen, weil die Schauspieler teilweise zu alt werden, eh der gute Mann mal zu einem Schluss kommt. Jedenfalls habe ich die Hoffnung aufgegeben, die Reihe als Buch beenden zu können (wo ich mir nicht mal mehr sicher bin, ob ich mich noch durch 4 Bände zähe Handlung quälen will).

    Das Eindeutschen der Namen finde ich teilweise unnötig, manchmal aber auch ganz sinnvoll. Unnötig ist es, wenn man aus Lannister Lennister macht. Als ob man deutschen Lesern nicht zutraut, das a wie ein ä zu lesen.

    Liebe Grüße,
    Lyrica

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    1. Hallo Lyrica,
      du hattest mir ja mal erzählt, dass du von den späteren Bänden so enttäuscht wärst und jetzt weiß ich auch, was du meintest.
      Ja, GRRM hat definitiv den Faden und Anschluss verloren. Ich glaube auch, dass er das Serienende abwartet und dann vielleicht irgendwann mal die letzten beiden Bände schreibt, die dann tendenziell so enden, wie die Serie. Wobei ich ja auch glaube, dass er das Ende schon irgendwo festgehalten hat, eben für den Fall, dass ihm was passiert, bevor die Reihe endet. Sicherlich hat er in einem Safe verschlossen, wer am Ende König oder Königin von Westeros wird, wer am Ende überlebt und ob die Bedrohung von Jenseits der Mauer abgewendet werden konnte. Auch das ist so eine Sache. Irgendwie geht es ja immer darum, dass die Anderen die Welt ja bedrohen. Aber bisher ist es ja noch nicht wirklich dazu gekommen und wenn man überlegt, dass er nur noch zwei Bände eigentlich dazu Zeit hat, frag ich mich, wie er das alles noch einbringen wird. Vor allem, wenn man überlegt, dass Daenerys ja auch noch nach Westeros will und alles.
      Klar, manchmal ist es durchaus sinnvoll, Namen einzudeutschen. Wenn der Spitzname von jemandem Frosch ist, kann ich auch verstehen, dass man dann Frosch nimmt und nicht Frog. Gleichzeitig benutzt Arya einmal den Decknamen Cat (nach ihrer Mutter), was auch zunächst so übernommen wurde. Später wird daraus Katz. Und ich glaube nicht, dass Katz ihre Intention war, als Arya den Decknamen verwendet hat. Und dann bleibe ich sowieso bei der Devise: Wenn man den einen Namen 16 Bände lang englisch gelassen hat, dann soll das auch den Rest über so bleiben, und nicht auf einmal anfangen, ihn zu übersetzen. Der hübsche Donnel Hill wird auch auf einmal der hübsche Donnel Hügel genannt. Grauenvoll ist das. Oder Quorin Halfhand wird zu Quorin Halbhand....

      Liebe Grüße, KQ

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