Sonntag, 17. April 2016

Hörbuchrezension ~ Der Marsianer von Andy Weir

Hallo Leute,
wie ihr vielleicht mitbekommen habt, habe ich zwar Ewigkeiten nicht wirklich was gelesen, aber dafür habe ich viele Hörbücher gehört. Eins davon ist Der Marsianer von Andy Weir, das lange auf meiner Wunschliste war. Da ich aber nicht lesen wollte, war das Hörbuch eine perfekte Alternative für mich! Mittlerweile habe ich das Hörbuch schon mindestens drei Mal gehört.

©RANDOM HOUSE AUDIO

Inhalt

Mark Watney hat ein Problem. Ein gewaltiges Problem. Er ist auf dem Mars gestranded, ganz alleine, ohne einen anderen Menschen in seiner Nähe. Bei einer Mars-Mission wird das Team um Mark von einem Sturm überrascht und muss kurzfristig den Planeten verlassen. Dabei wird Watney verletzt und für tot gehalten, seine Crew muss ihn schweren Herzens zurück lassen. Doch Mark Watney ist nicht tot. Mit den verfügbaren Mitteln, die sein Team auf dem Mars zurückgelassen hat, setzt er alles daran, zu überleben. So lange zu überleben, bis die nächste Mars-Mission startet - in mehreren Jahren.

Meine Meinung

Nachdem ich vor gefühlten Ewigkeiten die REZENSION von Tina von READING TIDBITS zu The Martian gelesen habe, wollte ich unebdingt das Buch lesen. Die Story hat mich sehr fasziniert und ich bin da ja nicht die Einzige, denn schließlich wurde das Buch mittlerweile auch verfilmt und hat viele Erfolge gefeiert. Für mich ein Grund mehr, endlich mitreden zu können.

Man wird direkt in die Handlung hineingeworfen. Mark Watney schreibt in sein Logbuch, dass er "im Arsch" ist. Das heißt, er ist schon alleine auf dem Mars, seine Crew hat den Planeten verlassen und befindet sich auf dem Weg zurück zur Erde. Die Erzähltechnik, die Weir in seinem Buch verwendet, hat mir richtig gut gefallen, da sie den Leser (oder in diesem Fall Zuhörer) unmittelbar in die Handlung führt und zudem Watneys innerste Gedanken wiedergibt. Man lernt Mark dadurch wirklich kennen, seine Gedanken, seine Probleme, seine Sorgen, seine Hoffnungen, alles erlebt man hautnah mit, wodurch man sich Mark auf merkwürdige Art und Weise sehr eng verbunden fühlt und die ganze Zeit mithofft, dass er seine Odyssee auf dem unwirtlichen Planeten überlebt. Beim Zuhören habe ich gemerkt, wie sehr meine Laune und meine Gefühle durch Marks Launen und Gefühle gesteuert wurden. So bleibt er oftmals erstaunlich gelassen und kann manche Umstände mit einer gehörigen Prise Humor nehmen, manchmal wird er jedoch auch von seinen Gefühlen überwältigt und zweifelt an allem. Dem Leser/Zuhörer geht es da nicht anders.

Eine One-Man-Show, da denkt man zunächst, das (Hör-)Buch könnte auf Dauer langweilig werden. Aber Weir wirkt dem gekonnt entgegen, indem er immer wieder aus der Perspektive von verschiedenen NASA-Mitarbeitern berichtet. Sei es aus der Sicht des NASA-Chefs, des Leiters der Mars-Mission, oder einer kleinen, anfangs unbedeutenden Mitarbeiterin, die schließlich den alles entscheidenden Hinweis liefert, der Marks Rettung in Gang bringt. Auch die Crew begleitet man zwischendurch und es wird geschildert, wie die Mitglieder mit dem vermeintlichen Tod von Watney umgehen. 

Zudem erlebt Mark viele Abenteuer, die dafür sorgen, dass auch das Leben auf dem Mars nicht langweilig wird. Immer, wenn man denkt, dass er in Sicherheit ist oder einen großen Schritt Richtung Rettung geschafft hat, dann passiert etwas, das ihn wieder meilenweit zurückwirft. Zwischendurch stand ich kurz vor der Verzweiflung, da ich mir nicht vorstellen konnte, wie Mark da wieder rauskommen sollte. Durch diese Ereignisse wird jedoch seine Kämpfernatur immer wieder verdeutlicht, sodass man ihn einfach nur bewundern kann. Klar, oftmals hat er schon sehr viel Glück und im Normalfall würde ein Mensch viele Dinge von denen, die er da erlebt, nicht überleben, aber das ist nunmal die künstlerische Freiheit.

Ich kenne mich freilich überhaupt nicht aus, was die technischen, biologischen, chemischen und physikalischen (usw.) Daten und Fakten betrifft, also könnte Weir mir hier einen vom Pferd erzählen und ich würde ihm das abkaufen, aber soweit ich weiß, soll er viel recherchiert haben, sodass das meiste, was er da erzählt und erklärt, durchaus der Realität entspricht - oder entsprechen würde. Ich fand es jedenfalls interessant, einige neue Dinge zu erfahren, von denen ich zuvor noch nie gehört habe. In dieser Hinsicht wurde mein Horizont auf jeden Fall erweitert.

Der Sprecher, Richard Barenberg, macht seinen Job wirklich gut. Stimmlich finde ich, dass er perfekt zu Mark Watney passt und er gibt der Erzählerstimme den richtigen Klang. Er schafft es, die Emotionen und Gefühle von Mark sehr genau wiederzugeben, sodass man auch beim Hören es stets schafft, sich in die Situation hineinzufühlen. Aber auch die anderen Figuren werden von Barenberg authentisch gesprochen, sodass es eine wahre Freude war, das Hörbuch zu hören.

Fazit

Der Marsianer von Andy Weir hat mir wirklich gut gefallen. Ich fieberte mit der Story und vor allem mit Mark Watney mit und habe stets gehofft, dass er es packen würde. Die Handlung ist spannend und abwechslungsreich, dazu auch noch sehr informativ, sodass man beim Lesen und Hören auch noch etwas lernen kann. Die Hörfassung wurde sehr gut umgesetzt, da der Sprecher treffend ausgesucht worden ist und eine gute Arbeit geliefert hat. Ich vergebe abschließend


Informationen
Autor: ANDY WEIR
Titel: Der Marsianer
OT: The Martian
Reihe: /
Verlag: RANDOM HOUSE AUDIO, mp3
Laufzeit: 12h 36min
Preis:
25,95€

Kommentare:

  1. Huhu :)

    Ich hab deine Rezension wirklich gerne gelesen! Bisher habe ich das Buch noch nicht gelesen, aber morgen steht endlich der langersehnte Kinobesuch an. Ich bin schon total gespannt auf den Film und hoffe, dass es mir genauso gut gefallen wird, wie dir das Hörbuch :)

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

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    1. Hallo Lisa,
      vielen Dank für deinen Kommentar und ich freue mich sehr, dass dir meine Rezension gefallen hat. Ich kann (Hör-)Buch und auch Film sehr empfehlen und wünsche dir viel Spaß im Kino :) Ich hoffe, dass dir der Film gefallen wird!
      Liebe Grüße, KQ

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